Radfahren in Baden, schöner geht es kaum!

Wer seine Freizeit am liebsten auf dem Fahrrad verbringt, möchte auch im Urlaub nicht darauf verzichten. Baden-Württemberg eignet sich wie kaum ein anderes Bundesland für den Radtourismus. Dabei können sich Urlauber auf ganz unterschiedliche Landschaften und Streckenführungen freuen. Die Gegend zwischen Neckar und Bodensee bietet anspruchsvolle Touren für trainierte Mountainbiker aber auch Strecken für die ganze Familie.

Neue Radwege für alle Radler

In den letzten Jahren wurde viel für die Radler getan. Ein gut ausgebautes Streckennetz ermöglicht es, unbehelligt vom Straßenverkehr seinem Hobby zu frönen. Stücke mit nicht unerheblichen Steigungen sind hier ebenso zu finden, wie landschaftlich reizvolle Abschnitte. Gerade rund um den Bodensee sind auch mehrtägige Touren möglich. Wer möchte, kann seinen Urlaub komplett auf dem Fahrrad verbringen. Eine große Anzahl Hotels und Pensionen hat sich speziell auf die Radtouristen eingerichtet und bietet exklusive Angebote für sie an.

Mit dem E-Bike unterwegs

Seit einiger Zeit geht der Trend zum E-Bike. Damit können auch ungeübte größere Strecken fahren. Gerade Senioren wissen das zu schätzen. Mit einem E-Bike sind Steigungen kein Problem mehr. Dank des eingebauten Motors ist der Fahrer oder die Fahrerin nicht mehr allein auf seine Muskelkraft angewiesen. Dabei muss man sich das Bike nicht unbedingt gleich kaufen, zahlreiche Anbieter halten Leihräder bereit. Da diese nur eine geringe Geschwindigkeit erreichen, benötigt man dafür keinen Führerschein.

Bergauf bergab mit dem Mountainbike

Die Berge des Schwarzwaldes eignen sich nicht nur für Skifahrer. Vom Frühjahr bis in den Herbst hinein laden sie zu Touren mit dem Mountainbike ein. Die Gipfel bieten zum Teil spektakuläre Ausblicke auf die Landschaft und zahlreiche historische Highlights wie Burgen und malerische Städte. Alles in allem lohnt sich der Urlaub mit dem Fahrrad hier allemal. Egal ob ganz entspannt mit dem E-Bike oder sportlich mit dem Mountainbike, Baden-Württemberg ist das Land für Radfahrer.

Tourentipps für Anfänger und Fortgeschrittene

Wenn es die Planung einer Fahrradtour geht, spielen einige Faktoren eine Rolle. So sollte die Tour auf die Fitness und das Alter des Sportlers ausgerichtet sein. Die folgenden Tipps zeigen, wie jeder seine Radtour so planen kann, dass sie zum Vergnügen und nicht zur Qual wird. Dabei spielt die Auswahl des Rades eine ebenso große Rolle wie die richtige Ausrüstung und die Wahl der Strecke.

Wie fit bin ich?

Vor der Planung steht die realistische Einschätzung der eigenen Fitness. Mit dem Rad zu fahren ist anstrengend, ganz besonders, wenn die Tour mit Steigungen daherkommt. Urlauber, die jeden Tag mit dem Rad fahren, können daher längere und steilere Abschnitte wählen. Wer nur ab und zu mal mit dem Fahrrad unterwegs ist, wählt besser eine Strecke, die durch ebenes Gelände führt.

Welches Rad ist das Beste für mich?

Egal, für welchen Radtyp ich mich entscheide, das Rad sollte auf jeden Fall eine Gangschaltung besitzen. Wer schon einmal seinen Drahtesel fluchend eine Anhöhe hinaufgeschoben hat, wünscht sich eine gut funktionierende Schaltung. Dabei gilt die Faustregel, je steiler der Berg, desto mehr Gänge sollten zur Verfügung stehen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, entscheidet sich für ein E-Bike. Damit lassen sich Steigungen leicht bewältigen, das Rad verstärkt die eigene Muskelkraft und transportiert einen kräfteschonend und entspannt nach oben. Um auch extreme Steigungen zu bewältigen, eignet sich ein Mountainbike am besten. Es ist sowohl im Bereich der Schaltung als auch der Bereifung fürs Gelände geeignet.

Für welche Strecke sollte ich mich entscheiden?

Das Land Baden-Württemberg bietet eine Vielzahl an attraktiven Radstrecken an. Dabei reicht das Angebot von kurzen Touren bis hin zu mehrtägigen Trips mit Übernachtungen im Biker-Hotel. Wer unsicher ist, ob die Kondition reicht, wählt eine Strecke, die man zur Not auch abkürzen kann. Wir stellen auf dieser Website eine ganze Reihe von Touren vor, die ein Höchstmaß an Erlebnis bieten.

Allein oder gemeinsam fahren?

Wer ist schon gern allein unterwegs, das gilt auch fürs Radfahren. Anders als beim Motorradfahren kann sich der Sportler bei der Fahrt gemütlich unterhalten. Daher bietet es sich an, die Touren auch gemeinsam zu planen. Auch im Fall eine Panne oder eines Sturzes ist es sinnvoll, wenn noch jemand dabei ist, der dann hilft. Gemeinsame Ausflüge bieten sich vor allem für Familien mit Kindern an. Dabei sollte man allerdings darauf achten, dass die Strecken fernab der großen Autostraßen liegen. Auf sicheren Radwegen können Eltern und Kinder so richtig entspannen.

Mit dem Rad unterwegs in Baden

Vor dem ersten Kilometer einer Radtour steht in der Regel einiges an Planung. Wo soll es hingehen und was möchte ich erleben? Wie plane ich meine Tour und wo kann ich dort übernachten? Und nicht zu vergessen das Gepäck, muss ich es selbst transportieren oder kann ich das schon vorab organisieren? Dies sind Fragen, die sich jeder stellt, der länger mit dem Rad unterwegs sein möchte. Das Land Baden-Württemberg bietet seinen Gästen eine Reihe von Serviceleistungen an, die einen Radurlaub hier zum Genuss werden lassen.

Wie plane ich meine Tour?

Für die richtige Planung steht eine ganze Reihe von Hilfsmittel zur Verfügung. So gibt es zahllose Touren, die sich für Anfänger oder auch Profis eignen. Dabei reicht die Streckenführung von kurzen Tagesausflügen ab 20 km bis hin zu mehrwöchigen Fahrten von bis zu 1.400 km. Wer möglichst viel von der Landschaft sehen möchte, wählt daher eine Strecke wie etwa die Radwege am Bodensee oder entlang des Neckars. Aber auch Kunst- oder Geschichtsinteressierte finden rund um Baden-Baden, die Schwäbische Alb oder das Taubertal reizvolle Touren mit vielen Highlights. Übrigens gehört kostenloses Kartenmaterial meist zum Service der Hotels.

Wo kann ich übernachten?

Um Baden-Württemberg mit dem Rad zu entdecken, ist viel Zeit notwendig. Es bietet sich daher an, die Touren über mehrere Tage zu planen und am Weg zu übernachten. Viele Hotels bieten einen sogenannten „Bike & Bed“ Service an. Sie haben sich speziell auf Radtouristen eingerichtet. Hier kann man seine Ausrüstung waschen und kleinere Reparaturen vornehmen. Wer möchte, kann sich dort auch bei der Tourenplanung helfen lassen.

Was wird aus meinem Gepäck?

Bei einer Radtour ist es kaum möglich, größere Gepäckstücke mit sich zu führen. Wohin also mit Koffern oder Reisetaschen? Die Reiseanbieter in Baden haben sich auch dazu etwas einfallen lassen, den sogenannten Gepäcktransfer. Dabei werden Taschen und Koffer direkt an das nächste Reiseziel bzw. ins nächste Hotel transportiert. So muss sich kein Radler um den Transport des Gepäcks kümmern. Bei der Ankunft im gebuchten Hotel oder der Pension warten die Koffer bereits auf den Gast. Es ist also kein Problem, eine Radrundreise auch über mehrere Tage zu planen.

Interessante Mehrtagestouren

Radtour

Sportlich ambitionierte Radfahrer suchen ständig nach neuen Herausforderungen. Für alle, denen Tagestouren einfach zu wenig sind, haben wir hier einige interessante Mehrtagestouren zusammengestellt. Die Vorschläge zeigen, wie abwechslungsreich die Landschaft in Baden-Württemberg sein kann, vor allem, wenn man sie mit dem Rad erkundet.

Der Hohenzollern-Weg

Diese reizvolle Tour führt von Esslingen aus ins Neckartal. Über den Naturpark Schönbuch geht des durchs Albvorland und dann auf die südwestliche Schwäbische Alb. Hinab ins Donautal und den Hegau bis ans westliche Ende des Bodensees. Der Hohenzollern-Weg bietet durch seine Höhenunterschiede vor allem sportlichen Radlern viel Abwechslung.

Länge: 192 km

Schwierigkeitsgrad: mittel

Der Albtäler-Radweg

Radweg

Start und Endpunkt diese Tour ist Amstetten. Die Route zeigt die erdgeschichtlich sehr spannende Schwäbische Alb. Dieser Radfernweg führt durch die Landkreise Alb-Donau-Kreis, Heidenheim und Göppingen. Vorbei an Wacholderheiden und quer durch geradezu bizarre Felslandschaften fährt man durch Landstriche, wie aus dem Bilderbuch.

Länge: 187 km

Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel

Kocher-Jagst-Radweg

Ein weiteres Highlight für Radfahrer ist der Kocher-Jagst-Radweg. Hier erwarten den Radler eine Reihe von Sehenswürdigkeiten. Burgen, Schlösser und Brücken laden zu einer Besichtigung ein. Die Tour führt an den fischreichen Flüssen Kocher und Jagst entlang. Einer der Höhepunkte der Strecke ist das Kloster Schöntal. Die Strecke gilt nicht umsonst als Geheimtipp unter Radfahrern. Denn sie verbindet kulinarische Genüsse mit der Fahrt durch eine reizvolle Landschaft. Start und Ziel ist der Ort Aalen. Die Strecke eignet sich eher fürs Rennrad und punktet durch eine geringe Verkehrsbelastung.

Länge: 342 km

Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel

Naturpark-Radweg Schwarzwald Mitte/Nord

Radfahren

Start und Zielort dieser Tour ist Freudenstadt. Sie gilt als das Tor zum Schwarzwald. Von Freudenstadt aus fährt man entlang der Kinzig bergab durch die Mittelgebirgslandschaft des Schwarzwaldes. Entlang der Kinzig geht es zunächst bergab in Richtung Offenburg. Diese Strecke bietet die Möglichkeit, das Mittelgebirge komplett in Ost-West-Richtung zu durchqueren. Die weitere Route führt durch eine der sonnigsten Regionen unseres Landes, die Ortenau. Ab hier geht es an der Westflanke des Schwarzwaldes entlang bis Ettlingen. Von hier aus führt der Weg ins Albtal, eines der schönsten Täler des Nordschwarzwaldes. Über Straubenhardt durchs Enztal durchquert die Strecke auch die Kurstadt Bad Wildbad und endet schließlich wieder in Freudenstadt.

Länge: 262 km

Schwierigkeitsgrad: leicht bis mittel

Radtouren für Familien, Singles und Senioren

Was gibt es Schöneres, als seine Freizeit auf dem Rad an der frischen Luft zu verbringen. Daher wünschen sich viele Tipps für Radtouren, die genau auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Die folgenden Touren sind speziell auf Familien mit Kindern, Singles oder Senioren zugeschnitten. Sie sollen bei der Planung helfen und aus der Tour mit dem Fahrrad ein unvergessliches Erlebnis machen.

Radtouren für die ganze Familie

Bei der Planung einer Tour ist es wichtig, dass die Strecke nicht zu lang ist. Gerade kleine Kinder verfügen nur über eine begrenzte Reichweite. Auch was die Pausen angeht, sollte es genug Möglichkeiten für eine Rast oder eine Einkehr geben.

Von Schwäbisch Hall nach Waldenburg:

Die Tour führt auf verkehrsfreien Radwegen von Schwäbisch Hall nach Künzelsau. Vor dort aus verlässt man die Hauptroute und erreicht die Hohenloher Hochebene. Über den neu ausgebauten Radweg fahren Familien mit Kindern bis Waldenburg. Wer sich den Rückweg ersparen möchte, kann mit dem Zug nach Schwäbisch Hall zurückfahren.

Singles auf dem Fahrrad

Wer allein unterwegs ist, wählt eine der vielen Routen quer durch Baden-Württemberg. Wie etwa den Neckar Radweg oder den Weg durchs Taubertal. Diese Radwege bieten eine Fülle an Herausforderungen an Fitness und Ausdauer. Steigungen und rasante Abfahrten sind dabei ebenso vorhanden, wie bequeme Übernachtungsmöglichkeiten in den Hotels an der Strecke.

Der Neckartal-Radweg:

Unter Radlern gilt der Neckartal-Radweg als einer der besten Fernradwege in Baden-Württemberg. Die Ausstattung der Strecke sorgt für eine entspannte Tour. Die etwa 120 km lassen sich abseits der verkehrsreichen Hauptstraßen zurücklegen. Städte wie Rottenburg, Tübingen und Esslingen laden zum Verweilen oder gar zum Übernachten ein.

Touren speziell für Senioren

Senioren verbringen ihre Freizeit immer öfter auf dem Fahrrad. Daher richten sich die folgenden Tipps speziell an Gruppe der fitten Senioren. Radfahren schont die Gelenke und sorgt für Kondition und Ausdauer. Wer möchte, kann sogar an geführten Touren teilnehmen.

Wasser, Wein und Barock – vom Überlinger See ins Salemer Tal:

Diese Strecke bietet mit einer Länge von 39 km viele Höhepunkte. Sie verläuft meist auf asphaltierten Radwegen oder entlang wenig befahrener Straßen. Rund um Frickingen geht es durch Obstwiesen und Apfelplantagen. Weiter über den Prälatenweg, wo man schließlich das Bodenseeufer erreicht. Zurück geht es auf dem Bodenseeradweg zum Ausgangspunkt.

Verschieden Radtypen und für wen sie sich eignen

Fahrrad ist nicht gleich Fahrrad, es gibt diverse Räder für ganz unterschiedliche Fahrer und ihre Bedürfnisse. Wer gern querfeldein oder den Berg hinauf oder hinab fährt, wird sich für ein Mountainbike entscheiden. Für lange Strecken eignen sich Trekkingräder und wer es gern schnell mag, wählt ein Rennrad. Die folgenden Tipps zeigen, welches Rad am besten geeignet ist.

Mountainbikes

 

Mountainbikes wurden für den Geländeeinsatz geschaffen. Typisch für Mountainbikes sind stabile Rahmen und Laufräder, breite Lenker und Stollenreifen. Die meisten Mountainbikes verfügen über Federungssysteme sowie hydraulische oder mechanische Bremsen.

City- oder Tourenräder

 

Die beliebten Cityräder nutzt man für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen. Sie verfügen über einen mittelschweren bis schweren Rahmen. Dazu kommen breite Reifen und hilfreiche Zubehörteile. Cityräder punkten dabei häufig einen sehr tiefen Einstieg, dies wissen vor allem Frauen oder Senioren zu schätzen. Er garantiert das komfortable Auf- und Absteigen. Zudem sorgt eine aufrechte Sitzhaltung für bequemes Fahren auf Kurzstrecken.

Das gilt auch für Trekkingräder, sie sind für Touren ebenso geeignet wie für den Alltagsbetrieb. Der Fahrer kann hier auch eine gewisse Menge an Gepäck aufladen. Darüber hinaus bieten Trekkingräder eine bequeme, leicht nach vorne geneigte Sitzposition. Das ermöglicht auch schnelleres Fahren. Natürlich sind die Räder mit Beleuchtung und Schutzblechen ausgestattet.

Rennräder

 

Die eleganten Rennräder sind für hohe Geschwindigkeiten auf festem Untergrund wie Asphalt konzipiert. Cyclocrossräder, Triathlonräder und Bahnräder gehören ebenfalls in die Kategorie der Rennräder. Alle Rennräder haben leichte Rahmen. Der Lenker erlaubt eine aerodynamische Fahrposition, die Reifen bieten durch ihren hohen Luftdruck einen geringen Rollwiderstand. Bei den Kettenschaltungen dieser modernen Rennräder findet sich ein sehr fein abgestuftes Übersetzungsverhältnis mit 18, 20, 27 oder 30 Gängen.

E-Bikes

 

Einer der neuesten Trends ist das E-Bike. Das E-Bike gilt als eines der trendigsten Fortbewegungsmittel. Der Elektromotor ermöglicht komfortables und schnelles Vorankommen, das gilt auch auf längeren Strecken. Gerade Senioren sind die Zielgruppe der Hersteller.  E-Bikes werden in verschiedenen Ausstattungen und Schaltungsvarianten angeboten. Durch Knopfdruck kann man den Grad der Unterstützung selbst festlegen. Wie etwa an Steigungen oder bei Gegenwind. Ist der Akku voll aufgeladen, bietet ein E-Bike eine Reichweite von 80 km. Natürlich lässt sich das Rad auch ohne Unterstützung durch den Elektromotor fahren.